Kindern Lust aufs Lesen machen

Frau Silke Nagel wirbt an der Aventinus Mittelschule Abens­berg für das Lesen. Der Welttag des Buches – heuer am 23. April – wird in der Aventinus Mittelschule immer als Anlass ge­nutzt, gerade den unteren Klassen Lust aufs Lesen zu machen. Dazu werden Promi­nente geholt, die aus passenden und kindgerechten Bü­chern vorlesen. Heuer war dies na­türlich nicht möglich – den­noch hat Rektor Wolfgang Brey den Welttag des Buches auch in der Corona-Zeit genutzt, um „seinen“ Fünftklässlern Lust aufs Lesen zu machen. So gab es am 23. April selbst bereits die gesamte „Seppis Tagebuch“-Reihe, finanziert von der Neu­städ­ter Firma ADFORS. Am Mittwoch, 12. Mai, kam nun Abens­bergs Buchhändlerin Silke Na­gel in die Schule, um Fünftkläss­lern und den Kindern der Notbetreuung ihren Beruf zu erklä­ren ­‑ und sie fürs Lesen zu begeistern. Mit dabei – wenn auch nicht im Klassenzimmer – wa­ren die Fünftklässler im Distan­zunterricht, die sich in der Klasse am Bildschirm meldeten. So konnten alle einen spannenden und gruseligen Abschnitt aus dem Buch „Die Monsterprü­fung“ mitverfolgen, vorgelesen von Silke Nagel. Sie empfahl: „In diesen Zeiten müsst ihr eure Phantasie benutzen. Lest und geht so auf phantastische Rei­sen.“ Frau Nagel verteilte an­schließend Gratisexemplare des Comicromans „Biber undercover“. Rektor Wolfgang Brey dankte ihr herzlich für die seit 16 Jahren bestehende Partner­schaft.

Bronzemedaille beim Planspiel Börse

Nicht wie gewohnt in der Kreissparkasse Kelheim, sondern wegen der Corona-Situation fand die diesjährige „Planspiel Börse“-Siegerehrung an der Aventinus-Mittelschule in Abensberg statt.

Fast drei Monate lang beobachteten die 10. Klassen die Kurs­entwicklungen an verschiedenen Bör­sen, studierten die Wirt­schaftsnachrichten und wägten das Für und Wider aussichts­reicher Transak­tionen für das eigene Depot ab. Die Spielgrup­pen „Anders 666“ unter den „Spielführern“ Maxi Rengstl, Benjamin Tischler, Adrian Nagel, und Aaron Aunkofer belegten den 3. Platz mit einem De­potgesamtwert von 57.131,33 Euro.

Sie steigerten ihr Depot mit wohl überlegten Entscheidungen und Weitsicht. Dabei wurden auch immer wieder die aktuellen Ereignisse wie der US-Präsidentenwahlkampf, der Brexit oder die ge­beutelte Wirtschaft durch die Pandemie bei den Überle­gungen einbezogen. 

Gebietsdirektor Reinhard Handschuh, Rektor Wolfgang Brey, Lehrerin Steffi Knauer und Vermö­gensberater Florian Pankalla lobten die erfolgreichen Börsianer – vor allem in dieser schwierigen Zeit – und überreichten den strahlenden „Bron­zemedaillengewinnern“ heuer wertvolle Babos, mit denen sie in ausgesuchten Abensberger Geschäften einkaufen können.

 

Wie gutes Benehmen bei Bewerbungen hilft

Respekt, Höflichkeit, Körpersprache: Schüler der Aventinus Mittelschule lern­ten Benimmregeln, die im Beruf erwartet werden.

ABENSBERG. Wann immer es um Umgangsformen geht, fällt früher oder später der Name Knigge. Jener Freiherr, mit vollem Namen Adolph Franz Friedrich Ludwig Freiherr Knigge, gilt als der Papst für Etikette und gutes Benehmen. Da­bei beschäftigt sich das bekannteste Werk des norddeutschen Schriftstellers, der Mitte des 18. Jahrhunderts lebte, „Über den Umgang mit Menschen“ vor allem mit den Umgangsformen und entwickelte sich erst im Laufe der Zeit durch Co- Autoren zu dem Werk über die Regeln des Anstands, dem „moder­nen Knigge“.

Und den beziehungsweise dessen Grundregeln kann man auch in Zeiten von Smartphone und Twitter noch gut gebrauchen. Und vor allem die Schülerinnen und Schüler seien sehr interessiert, erzählt Tobias Holland von der Barmer GEK. Im Personalwesen für die Lehrlinge zuständig, bekommt Holland das Beneh­men – oder vielmehr das fehlende –- der Azubis tagtäglich zu sehen und be­schloss, Nachhilfe zu geben. Wie die Stadt mitteilt, betonte Rektor Wolfgang Brey beim Knigge-Kurs für Schüler in Abensberg, dass es in der Aventinus-Mit­telschule um mehr gehe als nur um Wissensvermittlung. Dabei soll auch die Werteerziehung und Sozialkompetenz auf dem Lehrplan stehen. Zwar hätten sich die Regeln der Etikette über die Zeit verändert, aber immerhin wurde den Heranwachsenden früher noch ein Mindestmaß an gutem Benehmen vermit­telt, wurde man etwa in der Tanzschule auf die eine oder andere Situation vor­bereitet. Es gebe Antworten auf viele Situationen – für Verliebte, im Berufs- oder auch im Gesellschaftsleben.

Schwerpunkt der Unterweisung bei den Zehntklässlern der Mittelschule waren die Benimmregeln, die im beruflichen Umfeld erwartet werden. Der Referent machte aber schnell klar, dass es hier im Prinzip nur um die alltäglichen Um­gangsformen unter Menschen geht. Respekt, Höflichkeit, freundliches Auftre­ten, angemessenes Begrüßen, korrekte Anrede, passendes Outfit und adäquate Körpersprache sollten nichts Aufgesetztes, sondern etwas Selbstverständliches sein. Mit vielen Beispielen aus seiner Berufs- und Ausbildungspraxis brachte Holland den Schülern das Thema anschaulich nahe. Besonderes Augenmerk legte er auf den ersten Eindruck, den man bei anderen Personen hinterlässt.

Rektor Brey und seine Lehrer bedankten sich zum Abschluss des Vormittags für die Ausführungen des Referenten und betonten unisono, dass an ihrer Schule schon immer Alltagskompetenz vermittelt werde.

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